Spielerbericht von Anika
Hallo ihr Lieben!
Ich wurde gebeten, für mein Lieblingstamedhon einmal einen Bericht zu
schreiben, warum ich es spiele, wie ich dazu kam und warum es mir das Leben
gerettet hat.
2025 war mein Leben nicht schön. Weil ich klein bin und gerne und viel lese
und auch sehr gut in der Schule bin, wurde ich in der Schule zwischen
ignoriert und gehänselt und dauernd beleidigt. Meist waren schon die letzten
beiden Haltestellen auf dem Weg zur Schule schrecklich und wenn ich endlich da
raus war, war alles noch immer schlimm, meine Eltern und meine Geschwister
konnten da leider nicht viel tun.
Doch dann eines Tages kam ein älterer Mann in die Bahn und befragte einige
Leute, und so auch mich, und hatte zwei ausgedruckte Zettel für Aushänge dabei
und wollte einfach nur wissen, welche wir hübscher fanden und unser Alter, was
er dann in eine Liste eintrug. Da mir der eine Aushang total gefiel, weil da
ein paar Schwarz-Weißbilder drauf waren, fragte ich, ob ich ihn haben darf.
Natürlich durfte ich und ich war an dem Tag den ganzen Tag glücklich und ich
fand das alles irgendwie toll und die anderen störten mich da auch gar nicht.
Zu Hause schaute ich dann auf die Internetadresse dieses Aushangs und schaute
mir die Seite an. Ich war überfordert, und als ich da dann "Spielen" klickte,
war ich noch mehr überfordert und ging gleich wieder.
Nach ein paar Tagen hab ich es noch mal probiert und hatte mir auch die
Anleitungsvideos angeschaut und war mutig und hab einfach gespielt. Es war so
komplett anders als was ich zuvor je gespielt hatte, aber es war nett und
freundlich, vor allem, wo die anderen Spieler und vor allem Aloy und Gralkor
immer geduldig waren und mir meine Sorgen, Nöte und Probleme anhörten und
Tips, wie ich besser spielen kann geben konnten. Und auch mit anderen Themen,
die ich so nicht mit meinen Eltern sprechen wollte, haben sie mir geholfen und
Tips gegeben.
Und so spielte ich, lernte das Tamedhon kennen und lieben, spielte die Questen
und habe immer viel Spaß und Freude, wenn ich da bin.
Mit der neuen Schule war das auf einmal was Besonderes, weil ein Mädchen, das
Onlinespiele spielt, ist nun mal nicht so oft gesehen. Zwar sind alle meine
neuen Klassenkameraden eher uninteressiert an dem Tamedhon, was ich gar nicht
verstehe, finden es aber toll, dass ich es spiele. Dafür kann ich mit den
Spielen, die sie spielen, nicht so viel anfangen. Aber das ist ja nicht
schlimm.
Und in dem knappen Jahr, welches ich nun Tamedhon spiele, habe ich so viel
über Rollenspiele als solche (habe auch Tischrollenspiel ausprobiert, auch
wenn ich das nicht wirklich mag) und vieles, was damit zusammenhängt, gelernt
und weiß, dass es immer toll ist, wenn ich da bin. Wenn neue Spieler da sind,
helfe ich, damit sie auch einen guten Start haben und ich beobachte immer
begeistert, wie es sich weiterentwickelt. Vor allem der Webclient, der von
einfachem Spielen inzwischen so viele Optionen bietet, überrascht mich immer
wieder.
Und dank dem Tamedhon bin ich auch als jüngstes Mitglied und einziges Mädchen
bei uns an der Schule in der Computer-AG, wo wir mit Hardware basteln,
Betriebssysteme intensiv auseinandernehmen und auch ein bisschen Programmieren
lernen. Ich glaube, das wird irgendwann einmal die Richtung, die ich mir auch
als Beruf vorstellen kann.
Seit ich das Tamedhon kenne, sind die ganzen schlimmen Gedanken, die ich in
der alten Schule hatte, wo sie mich alle immer beleidigt und bespuckt haben,
komplett weg. Aktuell versuche ich ja, meinen Freund davon zu überzeugen, auch
zu spielen, denn gemeinsam ist das ja viel schöner.
Anika

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